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Verschenk Deine letzte Seite!

heute habe ich aus einer spontanen Laune heraus einen Teil meiner letzten Seite verschenkt. Es war ein unglaublich intensives und schönes Gefühl. Ich möchte euch in Auszügen an diesem ganz persönlichen Moment teilhaben lassen, und euch ermutigen, eure letzte Seite ebenfalls zu verschenken.

Am Anfang standen Tränen

Die Geschichte beginnt am 23.11.2013 um 0.30 Uhr, als mir eine befreundete Bloggerin ihre ganz persönliche Meinung zur dritten Diary-Folge mitteilte.

Dankeschön dass ich wieder einmal Teil eines besonderen Ereignisses sein kann. Diary, sie ist einfach wunderbar. So real und greifbar und trotzdem scheint sie die einzige zu sein, die versteht wie es sich anfühlt alleine unter Menschen zu sein. Die einzige, die weiß wie schwer es ist den Weg zurück zu finden, glücklich zu sein. Wieder einmal hatte ich das Gefühl in Diary zu sein. Zu erleben was sie erlebt und ihre Wege zu lenken, ihr Handeln zu verstehen.
Wenn Diary eine besser entwickelte Version meiner Selbst ist, dann bist du der Schöpfer der das alles kreiert hat. Vielen Dank dass du mich wieder auf eine emotionale, bewegende und gleichzeitig unsagbar beruhigende Reise mitgenommen hast. Vielleicht kann ich eines Tages dir oder Diary meine letzte Seite zeigen.

Deine wunderbare Reihe begeistert und berührt mich immer wieder aufs neue und ehe ich mich versehe, kullern Tränchen, aber keine der Trauer oder der Traurigkeit, sondern des Glücksgefühls endlich daheim angekommen zu sein.

Auch bei mir kullerten daraufhin Tränen. Ich war tief bewegt und fand über Stunden nicht in den Schlaf. Vor allem ein Satz ließ mich nicht mehr los.

letzte Seite schenken

Ich spürte, wie viel Unausgesprochenes dort zwischen den Worten schlummerte und darauf wartete, endlich hervorzutreten und abzufallen. Noch während ich darüber nachdachte, ob ich die richtige Person bin, um diese Dinge aufzufangen, fühlte auch ich diese vielen kleinen Gewichte, die wie Christbaumkugeln an meinem Herzen hängen. Hier ein Gedanke, den ich heruntergeschluckt habe, dort ein Traum, den ich nicht zu träumen wage, weiter hinten eine Narbe, die ich lieber verstecke. Die meisten sind federleicht und stören nicht. Wohl auch deshalb lasse ich sie seit Jahren hängen. Doch alle zusammen wiegen schwer. Allzu gerne verdränge ich dies.

Meine letzte Seite

Meine letzte Seite

In dieser Nacht jedoch war alles anders. Ich beschloss mich von einigen Gewichten zu trennen. Vorsichtig nahm ich sie ab und klebte sie auf meine letzte Seite. Darüber schrieb ich nur einen Satz: Die Wahrheit ist …

Einige Stunden später brachte ich meine letzte Seite zur Post. Es kostete mich große Überwindung den Briefumschlag in den Einwurfschlitz des Briefkastens zu stecken und loszulassen. Doch als ich es dann endlich tat, spürte ich sofort, dass es die vielleicht beste Entscheidung war, die ich seit Monaten getroffen hatte.

Nun seid ihr dran

Es ist eigentlich ganz einfach. Ihr braucht nur vier Dinge.

  1. Eure letzte Seite: Wählt ein beliebiges Papier, zu dem ihr einen persönlichen Bezug habt. Dies kann zum Beispiel eine unbeschriebene Seite aus einem Tagebuch oder ein besonderes Briefpapier sein. Anstelle eine Anrede schreibt ihr „Die Wahrheit ist…“
  2. Etwas Unausgesprochenes: ich kann es euch nicht sagen, was es ist, das aus euch heraus will. Hört einfach auf euer Herz, es wird den Stift in eurer Hand führen und eure letzte Seite mit Leben füllen.
  3. Einen Empfänger: nehmt einen Briefumschlag und schreibt einen Adressaten drauf. Ein Freund, ein Bekannter, ein Familienangehöriger, vielleicht auch ein Feind oder Widersacher. Ich bin mir sicher, euer Herz wird euch auch hier sagen, wo eure letzte Seite hin will.
  4. Eine große Portion Mut: nun muss die letzte Seite ganz schnell in den Briefumschlag, bevor die Angst dem Herzen ein Bein stellt und ihr ins Grübeln kommt. Zukleben, Briefmarke drauf und ab zum Briefkasten. Es wird euch Überwindung kosten, den Brief einzuwerfen. Doch wenn ihr es getan habt … ach, erlebt es selbst.

Was mir wichtig ist

Euch wird nicht entgangen sein, dass am Anfang dieses ganz persönlichen Blog-Posts von einer meiner Diary-Kurzgeschichten die Rede war. JA, es gibt diese zu kaufen, und JA, wenn man sie gelesen hat, versteht man erst wirklich, was es mit der letzten Seite auf sich hat. Beides gehört zur Wahrheit dazu. Aber NEIN, ich habe euch nicht an diesem ganz persönlichen Erlebnis teilhaben lassen, nur um ein paar Diarys mehr zu verkaufen. Menschen, die mich kennen und wissen, wie wenig Privates ich normalerweise hier im Blog Preis gebe, werden mir dies vorbehaltlos glauben.
Allen anderen mache ich ein Angebot: schickt mir eine Nachricht (am besten über Facebook) mit dem Kennwort DIE LETZTE SEITE VERSCHENKEN und schon habt ihr ein eBook der Geschichte gewonnen.

Und nun, schindet nicht länger Zeit, sondern verschenkt eure letzte Seite. :)