Mimos Autorenweisheit #5: Twitter Gehirnwäsche – Nein Danke!

In letzter Zeit wurde ich von mehreren schreibenden Kollegen eingeladen, ihnen auf Twitter zu folgen, was ich gewöhnlich bei Menschen aus dem Literaturbetrieb sehr gerne tue. Bei Ansicht der Tweets fiel mir dann jedoch auf, dass sich entweder mir oder einigen lieben Kollegen der Sinn dieses Kurnachrichtendienstes noch nicht erschlossen hat. 5x am Tag einen Werbelink für das eigene Buch zu zwitschern hat für mich nichts mehr mit gesundem Selbstbewusstsein zu tun, sondern fällt eher in die Kategorie Gehirnwäsche der Follower.

Zu viel Eigenwerbung ist nicht nur schlecht fürs Karma

Autoren Werbung bei Twitter - Nein Danke!

Mimos Autorenweisheit #5: Twitter Gehirnwäsche – Nein Danke!

Natürlich möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es unzählige Autorinnen und Autoren gibt, die ihren Twitter Account nicht als digitale Litfaßsäule missbrauchen, sondern ihre Follower mit einer bunten Mischung aus privaten, lustigen, banalen, informativen und selbstironischen Tweets verwöhnen. Von diesen Menschen lass ich mich auch weiterhin gern bezwitschern und höre den Hinweisen auf eine neue Veröffentlichung aufmerksam zu. Eigenwerbung ist eine tolle Sache, wenn man die Dosierungsanleitung auf der Verpackung beachtet. Dies gilt selbstverständlich nicht nur für die schreibende Zunft.
Weitere Beiträge von Mimos Autorenweisheiten findet ihr hier. In diesem Sinne: frohes Schreiben und Zwitschern!

Hinweis: In meiner persönlichen Top 10 der beliebtesten Autoren-Twitteraccounts steht derzeit die von mir sehr geschätzte Kollegin Carina Bartsch ganz oben. Zum einen nimmt sie sich unglaublich viel Zeit für die Fragen und Nachrichten ihrer Fans, wovor ich meinen imaginären Hut ziehe, zum anderen bringt sie mich mit ihren Tweets regelmäßig zum Lachen. Aktuelles Beispiel: „Ich hasse Verträge. Kann man sich nicht einfach die Hand geben, sagen „Ich mach keinen Scheiß, ihr macht keinen Scheiß“ und gut ist?“