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Facebook, Twitter, Google+, YouTube – was lohnt wirklich für Autoren?

Marketing-Tipps für Autoren gibt es viele, doch nicht alles, was möglich ist, macht Sinn. Gerade bei den sozialen Netzwerkeken gilt oft: weinger ist mehr. Wer am Ende des Tages noch Zeit fürs Schreiben überhaben möchte, der muss lernen auszuwählen und an der ein oder anderen Stelle auch mal „Nein“ sagen. Was aber lohnt wirklich: Facebook, Twitter, Google Plus, YouTube oder von allem ein bisschen?

Facebook, Twitter, Google+, YouTube, Pinterest & Co.

Facebook steht bei den meisten Schreibenden in der Marketing-Hitliste ganz oben, und das mit Recht. Wer heutzutage nicht auf Facebook mit einem privaten oder professionellen Profil vertreten ist, ist für Teile der Zielgruppe überhaupt nicht mehr existent. Ganz anders sieht es da schon bei Nachrichtendiensten und sozialen Netzwerken wie Twitter, Google Plus, Xing, YouTube oder Pinterest aus. Hier fragen sich viele: lohnt sich das?

Lohnt es sich zu twittern?

Die Antwort auf diese Frage lautet wie so oft im Leben: das kommt auf den Einzelfall an. Wer einen Ratgeber für AIDA Kreuzfahrten veröffentlicht, wird vorraussichtlich wenige Lese über Twitter erreichen, wer eine Biografie über Julian Assange herausbringt, der sollte twittern wie ein Weltmeister. Die viel spannendere Frage ist daher: wer und vor allem wo ist meine Zielgruppe?

Fazit: Twittern ist eine sehr sinnvolle Sache, wenn es die Zielgruppe wünscht. Die Umsetzung kann via App sehr bequem und zeitschonend realisiert werden.

Lohnt sich ein Google+ Profil?

Bei der Einführung war Google+ in aller Munde und die „Kreise“, in die man Freunde einsortieren kann, galten als große Innovation. Seit Facebook dies jedoch kopiert hat und seinen Usern einen ähnlichen Dienst anbietet (Unterteilung in enge Freunde, Bekannte etc.), deutet wenig darauf hin, dass sich an den Marktanteilen in naher Zukunft viel verändern wird.

Fazit: Google+ ist eines der wichtigsten sozialen Netzwerke, kann jedoch auch sehr viel Zeit fressen. Abwägungssache.

Lohnt sich ein Pinterest Profil?

Unter den sozialen Netzwerken ist Pinterest der Aufsteiger der letzten beiden Jahre. Insbesondere in den USA ist Pinterest auf der Überholspur und weiß mit guten Zahlen und Konzepten zu überzeugen. Im Gegensatz zu Facebook setzt Pinterest bei seiner Pinnwand voll auf Bilder. Und wir alle wissen ja: manchmal sagen Bilder mehr als 1000 Worte.

Fazit: Wer viel mit Bildern und Fotos arbeitet, für den ist Pinterest spätestens in einigen Jahren ein Muss.

Lohnt sich ein YouTube Account?

Die Zeiten, in denen nur Kinofilme mit einem Trailer beworben wurden, sind längst vorbei und so wundert es nicht, dass auch immer mehr Autorinnen und Autoren auf YouTube mit selbst erstellten Videos Werbung für ihre Bücher machen. Die Zahl der möglichen Klicks ist gewaltig und genau dadurch bezieht das Videoportal seinen großen Reiz.

Fazit: Wer etwas von Video-Produktion versteht (oder hierfür bezahlt), der kann auf YouTube große Erfolge feiern, für alle anderen gilt: Finger weg, denn mit „billigen“ Clips kann man sich auch leicht lächerlich machen und das färbt dann auf die Bücher ab.

Lohnt sich ein Xing Profil?

Die Zahl beruflicher Netzwerke ist groß und Xing steht hier nur exemplarisch für viele Angebote dieser Art. Ein Profil lohnt sich in erste Linie für jene Autorinnen und Autoren, die berufliche Kontakte in ihrer Branche knüpfen möchte. Wer auf der Suche nach dem passenden Lektorat oder der Steuerkanzlei ist, wird hier schneller fündig, als im Sammelbecken Facebook.

Fazit: Leser für die eigenen Bücher findet man hier in der Regel nicht (Ausnahme: Sach- und Fachbücher), dafür knüpft man wichtige Kontakte in die Branche.

Persönlicher Blick

Neben meiner Webseite beschränkt sich mein Online-Auftritt derzeit auf ein Autorenprofil bei Facebook und einen Twitter Account. Letzterer veröffentlicht nur meine Blog-Artikel und wird von mir via App automatisch beliefert. Twitter kostet mich somit keine zusätzliche Zeit. Wie das funktioniert, erkläre ich in einem der nächsten Artikel.

Fazit: Ich kann es nur noch mal sagen: weniger ist mehr! Wer eine Webseite und einen Account in einem sozialen Netzwerk wie Facebook gewissenhaft betreibt, sprich seinen Lesern auch individuell antwortet und sie nicht nur mit Werbung zuballert, der investiert bereits viel Zeit und sollte sich gut überlegen, auf wie vielen Hochzeiten er oder sie noch tanzen möchte. Andernfalls läuft man nämlich Gefahr, dass die Fertigstellung des nächsten Romans 10 Jahre dauert.