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Facebook Autorenprofil – Der Inhalt bestimmt über den Erfolg

Nachdem ich im vorigen Artikel „Facebook Autorenprofil – Offizielle Fanpage vs. private Seite“ das Einrichten einer offiziellen Seite empfohlen habe, geht es heute in der Fortsetzung um die spannende Frage, wie man Fans (Gefällt mir) gewinnt und diese zum regelmäßigen Besuch auf der Seite animiert.

Facebook Fans gewinnen

Kehren wir zurück zu dem Bild der Facebook Fanpage als ICE. Die Seite ist eingerichtet und der Schnellzug setzt sich in Bewegung. Durch lautes Trommeln im Freundeskreis kommen bald die ersten Passagiere und klicken bereitwillig den „Gefällt mir“-Button. Der Anfang ist gemacht, doch wie geht es nun weiter?

Die Kommunikation nach außen ist aufgrund der verschlossenen Fenster stark beschränkt und die Zahl der Fahrgäste erhöht sich nur in kleinen Schritten. Der Autor tröstet sich damit, dass viele seine Fans über ihn reden. „XX sprechen darüber“ steht unter seinem Namen, da sollte die Popularität doch fast automatisch steigen.

Doch weit gefehlt, denn die Angabe „sprechen darüber“ enthält zunächst einmal keine Wertigkeit. Erzürnt ein Posting die Gemüter, ist diese Aktivität für Facebook ebenso interessant, wie positive Kritik am neuen Buch des Autors. „Sprechen darüber“ gibt also vereinfacht gesagt die Interaktionsrate der Fans wieder und sagt etwas darüber aus, wie oft Inhalte in der vergangenen Woche geteilt, kommentiert oder für gut befunden wurden (like). In welchem Verhältnis sich die Kennzahlen „Gefällt mir“ und „Sprechen darüber“ bewegen sollten und wie man positiv darauf einwirken kann, ist ein spannendes Thema und wird im Artikel über den individuellen Touch der Facebook Chronik ausführlich behandelt.

Kehren wir also zunächst zurück zu unserem Zug. Was muss der Betreiber tun, um den ICE voll zu bekommen? Nun, die beste Werbung für die eigene Facebook Seite sind natürlich erfolgreiche Bücher. Wer bei seinen Veröffentlichungen auf den Facebook Account hinweist (z.B. im Amazon Autorenprofil), wird automatisch einen konstanten Zustrom an Gästen haben.

Problematischer gestaltet sich die Situation für den Anfänger, der gerade erst sein erstes Buch veröffentlicht hat und noch über keinen festen Leserstamm verfügt. Als Newcomer muss man sich jeden zusätzlichen Fan mühsam über den Inhalt der Seite verdienen, doch wer bei der Gestaltung seiner Facebook Chronik ein paar Dinge beachtet, kann es auch ohne einen Bestseller im Portfolio weit bringen.

Facebook Chronik gestalten

Fans bei Facebook zu gewinnen ist die eine Sache, sie mit interessanten Informationen zu versorgen eine ganz andere. Die Inhalte der Chronik entscheiden darüber, ob aus dem einmaligen Besucher ein Stammgast wird. Viele Autoren nutzen die Facebook Chronik als digitale Pinnwand, an die sie neue Veröffentlichungen und wichtige Termine heften. „Seit heute gibts Buch…“ und „Am Samstag Lesung im…“ liest man dort dann in regelmäßigen Abständen.

Solche Informationen sind vergleichbar mit dem Fahrplan im Zug. Sie sind zweifelsohne wichtig, doch sie machen noch keine gute Bahnfahrt aus und daher sollten sie auch nur ein Teil der Chronik ausfüllen. Ebenso wichtig sind die Zwischentöne, die exklusiven Häppchen im Speisewagen und das Multimedia-Programm am Platz. Wer hier seine Besucher verwöhnt, kann viele Pluspunkte sammeln.

Die entscheidende Frage sollte daher immer sein, was erwartet der Fahrgast und mit welchen Informationen können wir ihm die lange Fahrt versüßen. Nehmen wir als Beispiel einen berühtmen Fußballspieler. Wollen wir auf dessen Facebbok Seite lesen „gestern haben wir gegen die Bayern gewonnen, nächsten Samstag gehts zum BVB“. Die Antwort ist einfach: Nein! Gegen wen die Mannschaft spielt, wissen wir als Fan nur zu gut, uns interessiert vielmehr, wie sich der Spieler gefühlt hat, als er in der 89. Minute das Siegtor erzielte und ob er trotz Grippe nächstes Wochenende wird spielen können.

Termine, Persönliches und Banales

Eine gute Facebook Seite zeichent sich durch eine gesunde Mischung aus Daten, persönlichen Informationen und Alltagsbanalitäten aus. Der Inhalt ist wie ein TV-Programm, keinem gefällt alles, doch jedem gefällt etwas. Während der eine auf die sachliche Doku steht, fühlt sich der andere bei der Daily Soap oder dem Reality-TV besser aufgehoben.

Ganz wichtig: Persönlich heißt nicht privat! Zwar geht es bei Facebook darum, die Distanz zwischen Autor und Leser zu verringern, doch hierfür muss niemand die Hosen runter lassen. Fotos vom eigenen Haus haben in der Chronik ebenso nichts verloren, wie Informationen zu Familie und Kindern. Wie man der Seite dennoch einen persönlichen Touch geben kann und worauf es bei „Gefällt mir“ und „Sprechen darüber“ zu achten gilt, wird Thema des nächsten Beitrags sein.