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Autoren und ihre Leser: Schreiben für die Zielgruppe?

Alle guten Dinge sind bekanntlich drei. Nachdem ich um kurz vor drei dem Beruf des Schriftstellers zu Leibe gerückt bin und um kurz vor vier meiner Katze gehuldigt habe, widme ich mich im letzten Teil meiner Nachtschicht-Trilogie den Lesern. In Fall meiner Bücher ist diese Gruppe noch so klein, dass man sie problemlos in die Rote Liste gefährdeter Arten aufnehmen könnte.

Carpe Noctem – Schreiben bei Nacht III

Autoren schreiben für ihre Leser, hört man immer wieder in Interviews. Mantraartig wird diese für die Fans so wohlklingende Floskel wiederholt, doch wird sie dadurch wahrer. In meinem Fall lautet die ehrliche Antwort: Nein!

Als ich mit dem Schreiben meines ersten Romans anfing, hatte ich nur eine vage Vorstellung, wie meine Leser einmal aussehen könnten. Es war mir egal, schließlich hatte ich schon genug mit der Visualisierung meiner Romanfiguren zu tun. Bei Roman Nr.2 beherrschte ich das Handwerk schon deutlich besser und hatte bereits mehrere Schreib-Ratgeber intus.

Beschäftigen sie sich mit ihrer Zielgruppe, las ich in den Ratgebern immer wieder, doch ich habe dies nur am Rande beherzigt. Wurde mein Manuskript deswegen von den Verlagen abgelehnt? Wohl kaum, hierfür gab es seinerzeit genug andere gute Gründe.

Mittlerweile sind es vier Manuskripte und keines gleicht dem anderen. Ich bin immer noch so unvernünftig, mich entgegen den Empfehlungen, auf kein bestimmtes Genre festzulegen und Themen aufzugreifen, die Schreibratgeber als Nischenprodukte bezeichnen würden. Doch auch in der Nische verstecken sich zufriedene Leser, wie ich gestern auf wundervolle Weise erfahren durfte.

→ erste Kundenrezension zu „Auf der Suche nach Buddha“

Hinweis: Meine erste Amazon-Bewertung ließ über zwei Monate auf sich warten, doch so ist das eben manchmal im Leben, wenn man natürliche Abläufe nicht künstlich beschleunigt. Umso größer ist nun meine Freude.

Schlaflos in NRW III

Und wieso ich dies alles schreibe? Weil es mittlerweile kurz vor fünf in der Nacht ist und ich endlich Sehnsucht nach meinem Bett entwickle. Nachtschicht beendet – schlaf gut Welt!