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Aus dem Weihnachtsgeschäft lernen: Marketing ist immer auch eine Frage des richtigen Timings

Manch Autoren werden es schon an ihren Absatzzahlen gemerkt haben, was nun der Buchhandel offiziell bestätigt. Das Weihnachtsgeschäft 2012 kam erst auf der Zielgeraden so richtig in Fahrt und bestätigte bereits bekannte Tendenzen: immer öfter wird das Buch online bestellt (vor allem bei Amazon) und immer häufiger landet der neuste Roman auf dem Tablet-PC oder E-Reader. Doch was bedeutet dies für Autorinnen und Autoren und vor allem, wie kann man davon profitieren?

Amazon und Weltbild jubeln – E-Reader lassen die Kassen klingeln

Wie Buchreport in seiner aktuellen Ausgabe von buch­re­port.express bestätigt (→ Artikel auf buchreport.de), sind Gewinner und Verlierer im diesjährigen Weihnachtsgeschäft klar verteilt. Während der Onlinehandel jubelt und seine E-Reader wie geschnitten Brot verkauft, muss der stationäre Buchhandel einmal mehr mit Umsatzrückgängen leben.

Amazon meldet Absatzrekorde bei seinen E-Readern Kindle Fire und Paperwhite. Weltbild hält mit sechsstelligen Verkaufszahlen seines Topsellers „E-Book-Reader 4“ dagegen.

Neue Kunden, neue Werbestrategien

Für Selbstverleger, die verstärkt auf den wachsenden digitalen Markt schielen, sind dies tolle Nachrichten. Die Zahl potentieller Leser wächst und das Ebook wird auch in konservativen Leserkreisen salonfähig. Der E-Reader auf dem Nachttisch und im Reisegepäck könnte bald schon so alltäglich sein wie das Smartphone oder der Tablet-PC.

Autorinnen und Autoren sehen, dass sich das „Weihnachtsfest der Bucherlöse“ immer mehr von der Vorweihnachtszeit in Richtung Heiligabend und Feiertage verlagert. Der umsatzstärkste Tag für das Ebook ist der 25. Dezember, da an diesem Tag viele Menschen ihre geschenkten E-Reader ausprobieren und gerne mal ein Buch mehr als nötig im Einkaufswagen landet.

Kleine Geschenke mit großer Wirkung

Marketing-Kampagnen zwischen Weihnachten und Neujahr oder auch Gratis-Aktionen als Appetithäppchen (besonders zu empfehlen bei Serien) machen daher Sinn und können relativ unbekannte Schreibende schlagartig bekannt machen. Stimmt dann noch die Qualität der Bücher, kann Weihnachten bzw. die Tage danach ein tolles Sprungbrett für eine erfolgreiche Autoren-Karriere sein.

Und für alle, die sich fragen, warum ich das jetzt erst erzähle: Weihnachten soll es angeblich 2013 wieder geben. Ich tippe auf Ende Dezember. Ihr habt also noch genug Zeit, an Eurer Sprungtechnik zu arbeiten. Viel Spaß beim Training – aber bitte verletzt Euch nicht!