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Angry Author – die etwas andere Art ein Buch vorzustellen

Wut kann krank machen, Wut kann Freundschaften zerstören, Wut kann das gute Autorenimage ruinieren … Doch manchmal ist Wut einfach angebracht. Also lasst uns wütend sein!

Aber der Reihe nach.

Eigentlich dürfte es diesen Beitrag überhaupt nicht geben! Gleich mehrere Gründe sprechen gegen seine Existenz:

  • ich habe das Bloggen für Autoren Ende 2013 eingestellt, weil ich den Spaß daran verloren hatte
  • ich bin in Sachen Marketing eine Niete und nicht in der Lage, auf diesem Gebiet einen sinnvollen Tipp zu geben
  • ich habe heute frei und sollte jetzt eigentlich mit einem heißen Tee im Garten sitzen und die Sonne genießen

Warum es den Beitrag dennoch gibt, ist eine sehr lange Geschichte, mit der ich euch nicht langweilen möchte. Wen es interessiert, der kann sie eines Tages in meiner Autobiografie nachlesen. Veröffentlichung nicht vor 2050. :)

Die Kurzversion geht so:

Leichtigkeit

Nachdem ich Ende 2013 das ernste Bloggen eingestellt hatte, habe ich das Jahr 2014 zum Jahr meiner Herzensprojekte erklärt. So kam es dann auch. Ich habe mir erlaubt, Luft zu holen und über mich zu lachen. Über mich und meine seeeeeeeeeeehr intensive Beziehung zur Literatur (Ergebnis: SCHREIBEN und LESEN). Und was soll ich sagen, es hat unglaublich gut getan.

Natürlichkeit

Wenn ich etwas in meiner Zeit des Bloggens für Autoren gelernt habe, dann dass viele Autoren in ihrer öffentlichen Rolle gefangen zu sein scheinen. Ob nun in Interviews, Klappentexten oder bei der Buchvorstellung auf der eigenen Webseite, immer sind sie darum bemüht, sich bestmöglich zu präsentieren. Textpassagen werden wie Lieder komponiert, jedes Wort hat seinen festen Platz. Erst im Hintergrundgespräch fällt die Maske und alles wir etwas lockerer. In neun von zehn Fällen werden mir diese Menschen dann viel sympathischer und ich frage mich, ob dies der Leser nicht auch so sehen würde.

Ehrlichkeit

Wir alle haben den Anspruch, ehrlich durchs Leben zu gehen. Doch wir wissen auch, dass sich Ehrlichkeit und Öffentlichkeit manchmal nicht vertragen. Wir betonen, dass wir süß und lecker sind, sogar viele Vitamine enthalten, und verschweigen, dass wir zwischen den Zähnen festkleben und Karies verursachen (ich gestehe, ich bin mit nimm 2 groß geworden :) ). Diese geschönte Sicht auf die Welt gehört wohl zum Verkaufen dazu, es ist auch nicht meine Absicht, dies zu verändern. Jedoch frage ich mich, ob man nicht für einen Moment ausbrechen könnte? Wäre es denn wirklich so schlimm, dem Leser zumindest in einem Beitrag auf humorvolle Weise zu offenbaren, dass man die beiden Vampire nur mit in den Roman genommen hat, weil man auf der Twilight-Welle mitschwimmen wollte, dass man auf die tolle Idee mit dem Unterwasservulkan nur kam, weil man in der Badewanne pupsen musste …

 ♦ ♦ ♦

Diese drei Gedanken habe ich in meinem Kopf verrührt und Monate ruhen lassen. Nun möchte ich euch das Ergebnis präsentieren:

Leichtigkeit + Natürlichkeit + Ehrlichkeit = Andersartigkeit

Oder wie ich es nenne: Angry Author – die etwas andere Art ein Buch vorzustellen

ANGRY AUTHOR